Aug 30

Dieter hält sich für eine Gießkanne. „Na was machen denn die Blumen?“, fragt sein Psychiater. Dieter sieht stoisch drein. Er kann den Psychiater nicht leiden. Aber was soll man als Gießkanne schon dagegen machen? „Oh eine ganze Menge“, antwortet der Arzt. „Sie müssen sich ja nicht von ihrer Gärtnerin hierher tragen lassen.“ Genau wegen diesen sarkastischen Bemerkungen will Dieter mit dem Psychiater nichts zu tun haben. Aber eine gute Gießkanne wehrt sich nun einmal nicht.
„Und was wäre wenn ich Napalm in sie rein gieße?“, fragt der Mann im weißen Kittel nun.
„Das ist mir egal tun sie was sie wollen, ich werde nichts dagegen unternehmen“, antwortet die Gießkanne.
„Aber die schönen Blumen!?“, bohrt der Arzt nach.
„Die Blumen sind mir scheißegal, das ist die Sache des Gärtners oder der Gärtnerin, ich bin eine Gießkanne.“
„Ach so“, meint der Psychiater und steckt sich eine Zigarette an.

Aug 25

Das Krümelmonster läuft Amok. Es hat allerdings keine richtige Waffe, da es keine Hosentasche für ein Portemonnaie hat und deshalb keine Pistolen oder Gewehre bezahlen kann. Der Mann vom Waffengeschäft rät ihm stattdessen, einfach einen Gürtel aus Würstchen zu basteln und diese mit einem Kabel zu verbinden, so dass sie wie Dynamitstangen aussehen. Damit würde man täuschend echt wie ein Selbstmordattentäter wirken und er würde das auch dauernd so machen. Das leuchtet dem blauen Ungeheuer ein und so sieht man es mit einem Würstchengürtel in eine Konditorei einbrechen.
„Nicht schon wieder“, mault die Verkäuferin. „Das macht der Typ vom Waffengeschäft doch schon immer so.“
Das Krümelmonster gerät ins Schwitzen. „Kekse“, ruft es laut. „Sonst sprenge ich den Laden hier in die Luft!“
„Na gut, aber nur eine Packung“, meint die Verkäuferin streng. „Und sag dem Typ vom Waffengeschäft, dass seine Masche nicht mehr zieht. Wenn er noch einmal mit einem Dynamitstangengürtel hier einbricht, dann beiß ich ihm den Kopf ab!“

Aug 23

Ein Einhorn geht ins Restaurant und bestellt ein Salatbrötchen. Der Kellner will ihm keins bringen. Verblüfft will das Fabelwesen wissen, wieso sein Wunsch verweigert wird. Der Kellner verweist auf die unpassende Abendgarderobe. Das Einhorn blickt an sich herab und stellt erschrocken fest, dass es immer noch den Trainingsanzug an hat. Ein fremder Mann kommt hinzu. Er bietet seinen Regenmantel an um den Anzug zu verdecken, aber der Kellner meint, dass das auch nicht passend wäre. Das Einhorn verlässt empört das Lokal und einige Leute schließen sich aus Solidarität an.
„Was sollen wir jetzt machen?“, fragt der Mann der dem Einhorn den Regenmantel leihen wollte.
„Wir stürzen die Bourgeoisie!“, schreit eine Frau und feuert mit ihrem Revolver in die Luft.
Der Mann wundert sich: „Die Bourgeoisie, sind wir das nicht selbst?“
Aber niemand beachtet ihn. Alle rennen dem Einhorn und der Frau hinterher und beginnen wild das Stadtviertel zu plündern und Autos anzuzünden.