Okt 27

Ich bin gut vorbereitet. Habe alle gängigen Filme gesehen. Dawn of the Dead, Day of the Dead, House of the Dead, Dönerbude of the Dead und Dirty Zombiedancing 3D.
Ich habe alle Websites mit einem Lesezeichen markiert und den dazugehörigen Wikipedia-Artikel ausgedruckt. Habe mir World War Z durchgelesen und die wichtigsten Stellen markiert. Natürlich bestellte ich auch ein Survival Kit für den Fall der Fälle. Die Zombie Apokalypse kann kommen – und ich will vorne mitmischen.

Um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, übte ich einige Taktiken vorab. Es soll ja nicht an Amateurfehlern scheitern. Zombies erledigt man auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen. Jede nur erdenkliche Variante beherrsche ich dank intensivem Training aus dem Effeff.
Und wie sie alle kreischten!

Ob die nimmermüden Dauerklatscher beim Musikantenstadl, die an Duracellhäschen erinnern. Ich stürze mich ins Getümmel und schlage deren Arme mit der extrascharfen Machete ab. Taktlos? Keineswegs. Derartige geistlose Vorgänge, um Unterhaltungsgedudel anzufeuern, kann man durchaus im Keim ersticken. Weiterlesen »

Jun 11

Gruselige Dystopie von Oliver Peters

Ich weiß nicht so recht, wo ich anfangen soll. Bei den etlichen ausgeschnittenen Zeitungsartikeln oder bei dem Fotoalbum mit den unzähligen Schnappschüssen von Menschen in seltsamen Klamotten. Vielleicht auch die zahlreichen Magazine, wo längst verstorbene Politiker die Titelblätter zieren oder die Schallplatten mit Liedern, die wie aus einer anderen Welt scheinen. Worum es sich dabei genau handelt, konnten wir manchmal nur anhand des Beipackzettels erahnen, welcher dieser Zeitkapsel beilag.

Unser Vater verstarb vor zwei Wochen. Als wir das Erbe antraten, wussten wir gar nichts von dieser Zeitkapsel. Wir, das sind meine Geschwister und ich. Unsere Mutter verstarb schon lange vor unserem Vater. Und der hatte dieses Zeitdokument verschwiegen. Bis heute.

Das Fotoalbum war zu knapp zwei Dritteln mit Familienbildern gefüllt. Angefangen bei unserem Ur-Ur-Opa zeigen die letzten Bilder unsere Eltern, als sie noch in unserem Alter waren. Da hatte unser Vater noch Haare. Verrückte Zeiten.
Wir fanden auch einige Liebesbriefe, die unser Opa an unsere Oma schrieb. Wer hätte gedacht, dass der so romantische Zeilen zu Papier bringen kann. Unsere Erinnerungen zeigen ihn eher als verschlossenen Typen, der lieber im Hobbykeller werkelte, als mit unserer Oma zu turteln.

Auch wir tauchten hier und da schon auf. Auf Fotos, wo wir in Wäschekörben gebadet wurden oder alte Zeichnungen und Schriftstücke von uns, wie z.B. unsere ersten Briefe. Manchmal dachten wir, das alles sei irgendwie mit der Zeit verschütt gegangen. Dabei bewahrten unsere Eltern es stillschweigend auf, selbst peinlichste Dokumente wie „Ales Guhte zum Muttathag“-Karten. Aber zugegeben … wir mussten auch schmunzeln.

So viele Erinnerungen auf einem Haufen, in einer Kiste. Nun waren wir gefordert. Was wollen wir für unseren Nachwuchs aufbewahren, damit sie unsere Geschichte weitertragen? Weiterlesen »

Jun 08

Testosterongesteuerte Unwissenheit

Frauen.
Manchmal reicht das Wort an sich. Man braucht gar keine ellenlangen Erklärungen suchen, muss sich nichts aus den Fingern saugen. Manchmal genügt einfach ein in den Raum geworfenes oder leise genuscheltes „Frauen“.
So was kann nur von einem Mann kommen. Genau wie dieser Text. Das Dumme am Thema ist nur Ich habe gar keine Ahnung von Frauen.

Stimmen die Klischees? Ich will Mario Barth und den Privatsendern nicht glauben. Auch Feuchtgebiete und Pornorap kann und will ich nicht ernst nehmen. Til Schweiger und Girliemagazine haben gewiss auch keine Ahnung. Also wie soll man es erfassen? Die Frau – das unbekannte Wesen.

Bei meinen Recherchen im Internet stieß ich auf interessante Fakten. Zum Beispiel, dass Frauen sich zuerst oben rum entkleiden und dann erst die Hose oder den Rock. Männer machen es umgekehrt. Ein spontaner Selbstversuch bestätigte die Annahme.

Des weiteren fand ich nur die üblichen Vorurteile. Weiterlesen »