Nov 01

Jesus Christus letzter Fehler

Nov 01

Zombie-Diät

Auf seine 15 Minuten bereitete Erik sich gründlich vor. Er aß weniger als die Hälfte und manchmal sogar nur davon die Hälfte. Er verzichtete auf Schlaf und widmete sich dem Nachtprogramm der Privatsender. Duschen kam auch nicht mehr in Frage, sonst hätte er nie die erforderlichen Fliegen anlocken können.
Er studierte über Wochen hinweg ältere Herrschaften an ihren Rollatoren oder Gehhilfen, um den langsamen Gang zu perfektionieren. Dazu schlenderte er immerzu durch Supermärkte und Wartezimmer, bis jemand misstrauisch wurde und die Polizei rief. Außerdem übte er eine schwammige Aussprache, indem er sich mit einer nassen Socke behalf, die er sich in den Mund steckte. Wörter wie „Telekommunikationselektronikerausbildungsvergütung“ wurden zur Qual.
Erik freut sich sehr auf seine kleine Komparsenrolle in irgendeinen weiteren Zombiestreifen aus Hollywood, der bis dato keinen Titel hat. Vielleicht „Ein Zombie schlurft selten allein“, „Hobbits vs. Zombies“ oder „Zombie Gump“. Wie auch immer, Erik fühlt sich endlich von seiner Umwelt beachtet und er freut sich, wenn Passanten über ihn tuscheln. Schliesslich ist er bald ein Filmstar. Seine Freunde und vor allem seine Mutter erkennen ihn jedoch kaum wieder.
Aber das ist wohl der Preis des Ruhms.

Okt 31

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Okt 30

Zombie im Schuhgeschäft

Okt 29

Der Tag wird kommen. Der Tag, wo Zombies, gemäß dem Fall einer Zombie-Apokalypse, alle Lebenden ausgerottet oder zumindest zu Tode geknabbert haben werden. Vor lauter Langeweile werden die Zombies eine neue Gesellschaft gründen, um ein wenig System ins schnöde Rumschlurfen und Knurren zu bringen.

Sie werden zunächst eine Regierung oder wenigstens einen Anführer wählen, der sich durch besondere Talente hervor tut. Zum Beispiel die meisten Hirnrinden gekaut oder noch alle Extremitäten da hat, wo sie hingehören. Dieser Anführer wird sich den Themen der Zombiekultur annehmen und viele Themen, die uns schon zu Lebzeiten nervten (Altersvorsorge, Staatsverschuldung, Rauchverbot) einfach ignorieren. Stattdessen wird über Menschenfleisch debattiert und – ja – eigentlich auch nur über Menschenfleisch.
Um die gelangweilte Zombiemeute bei Laune zu halten, werden Zombiesportarten ins untote Leben gerufen. Beim Zombieball muss beispielsweise versucht werden, seinen eigenen Kopf ins gegnerische Tor zu befördern. Ein Heidenspaß! Nur leider ist für den Mitspieler nach einem Tor meist Schluss. Auch beliebt sind die Zomblymics, wo diverse Wettkämpfe wie Handweitwurf oder Wettverwesen stattfinden. Weiterlesen »

Okt 27

Ich bin gut vorbereitet. Habe alle gängigen Filme gesehen. Dawn of the Dead, Day of the Dead, House of the Dead, Dönerbude of the Dead und Dirty Zombiedancing 3D.
Ich habe alle Websites mit einem Lesezeichen markiert und den dazugehörigen Wikipedia-Artikel ausgedruckt. Habe mir World War Z durchgelesen und die wichtigsten Stellen markiert. Natürlich bestellte ich auch ein Survival Kit für den Fall der Fälle. Die Zombie Apokalypse kann kommen – und ich will vorne mitmischen.

Um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, übte ich einige Taktiken vorab. Es soll ja nicht an Amateurfehlern scheitern. Zombies erledigt man auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen. Jede nur erdenkliche Variante beherrsche ich dank intensivem Training aus dem Effeff.
Und wie sie alle kreischten!

Ob die nimmermüden Dauerklatscher beim Musikantenstadl, die an Duracellhäschen erinnern. Ich stürze mich ins Getümmel und schlage deren Arme mit der extrascharfen Machete ab. Taktlos? Keineswegs. Derartige geistlose Vorgänge, um Unterhaltungsgedudel anzufeuern, kann man durchaus im Keim ersticken. Weiterlesen »

Okt 26

Ludwig ist Busfahrer. Er fährt die Linie 303 bereits seit vielen Jahren und beherrscht sie im Schlaf. Im Schlaf? Ach was, er würde die Line 303 sogar noch fahren, wenn er tot wäre. Gerade steigt eine ältere Dame zu und fragt nach einem Ticket. Ludwig knurrt sie an, so dass die greise Frau erschrickt und sofort wieder aus dem Bus springt. Die übrigen Fahrgäste wissen, dass er ein Zombie ist und fühlen sich durch seinen Geruch und das Knurren nicht belästigt. Auch sie fahren beinahe jeden Tag mit dem Bus und beachten Ludwig wenig. So entgeht ihnen auch, dass er heimlich an Damenunterwäsche schnüffelt. Wo er diese herbekommt, weiß niemand so genau, aber er hat eine ganze Kiste davon, die neben seinen Füßen steht und darauf wartet, durchwühlt zu werden. Doch eines Tages wird die Geschäftsleitung auf ihn aufmerksam. Das liegt nicht etwa daran, dass er stinkt als ob ein toter Steinmarder im Lüftungsschachtschacht verrotten würde, nein, viele Busfahrer müffeln und man mag sich fragen, ob es vielleicht sogar ein Einstellungskriterium ist. Vielmehr liegt es daran, dass die Kiste die ganze Zeit auf der Kupplung gestanden hat und der Bus nun ein neues Getriebe braucht. Ludwig wird eine neue Linie zugeteilt bei der er sich prompt verfährt und in einem kleinen Städtchen in der Nähe von Wanne-Eickel, das weit ab von seiner Route liegt, in einer engen Gasse stecken bleibt.

Okt 25

Wenn Zombies Fussball spielen